Bad Sassendorf ist eine Seele von Heilbad. Gewachsen im Schoß einer jahrhundertealten Kulturlandschaft hat es sich zu einem stimmungsreichen Refugium für Gesundheit und Entspannung, Kreativität und Kultur entwickelt. Und da waren wir 3 Wochen lang…
Der Kurpark
Bad Sassendorf ist seit 1975 staatlich anerkanntes Moor- und Solebad. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere beiden Heilmittel direkt vor Ort zu finden sind.
Sole
Bereits um 800 n. Chr. war bekannt, dass in Bad Sassendorf Salz gewonnen wird. Ursprüng-lich arbeiteten die Salzburen bzw. Erbsälzer in den Salinen mit Siedegefäßen aus Keramik, die in Siedeöfen auf kleine Säulen gestellt wurden. Um 1800 bedienten sie sich zur Salzherstellung erstmals Dorngradierungen (Gradierwerke). Dieses Verfahren wurde im 16./17. Jahrhundert entwickelt. Es ermöglichte den Salinen eine konzentriertere Sole zu versieden.
In der Stadt
Das Bad Sassendorfer Gradierwerk, wie es in seiner heutigen Form mächtig und imposant alles andere im Kurpark überragt, wurde 1960 wieder aufgebaut. Es ist 60 m lang und 10 m hoch. Eine Balkenkonstruktion als tragendes Element bildet das Grundgerüst des
Bauwerkes. In dieses Gerüst sind Schwarzdornbündel eingearbeitet. Mit Hilfe von Pumpen wird die Sole auf den Dornenwänden des Gradierwerkes verteilt. Beim Herabrieseln der Sole erfolgt durch den Schwarzdorn eine beträchtliche Oberflächenvergrößerung. Dadurch wird das Verdunsten des Wassers begünstigt. Wärme, trockener Wind und Sonneneinstrahlung verstärken diesen Effekt. Neben der Konzentrationserhöhung wird die Sole gleichzeitig gereinigt. An den Dornen setzen sich z. B. Karbonate, Sulfate, Kalk, Gips und Eisen ab. Diese graubraunen Ablagerungen nennt man Dornstein.
Beim Verdunsten des Wassers gelangen geringe Salzteilchen in die Luft. Man spricht von „Gradierverlust“. In unmittelbarer Nähe des Gradierwerkes bildet diese angereicherte Luft ideale Voraussetzungen für eine medizinische Anwendung als Freiluft-Inhalation, die sich ähnlich der Seeluft positiv auf die Atemwege auswirkt. Besonders Asthmatikern und Pollenallergikern ist ein Gang durch bzw. rund um das Gradierwerk zu empfehlen. Gern laden wir Sie auch dazu ein, Platz zu nehmen auf einer der Bänke, die gesunde Luft tief einzuatmen und deren wohltuende Wirkung zu spüren.
Erste Nachrichten zur Verwendung der Bad Sassendorfer Sole zu Bade- und Heilzwecken wurden 1817 bekannt. Mit der Errichtung des ersten Kurmittelhauses, in dem Holzbadewan-nen aufgestellt wurden, war die Grundlage für den Badebetrieb gesetzt.
Mit der Sole wird auch das Sole-Thermalbad mit seinen fünf Innen- und Außenbecken ge-speist. Sie ist ein natürlicher Mix aus Quellwasser, Salzen und wertvollen Mineralien. Die wohltuende Wirkung eines Besuches im Sole-Thermalbad resultiert aus der richtigen Kombi-nation von Wärme, Auftrieb, chemischer Zusammensetzung und hydrostatischem Druck. Beim Baden in der warmen Sole lockert sich die Muskulatur, die Durchblutung wird angeregt und die körpereigenen Abwehrkräfte werden revitalisiert und gestärkt.
Grandierwerk
Positiv wirken sich diese Anwendungen bei Hauterkrankungen, Allergien, Erkältungskrankheiten, Verdauungsbeschwerden, Stoffwechselstörungen, Nieren- und Blasenerkrankungen, Störungen des vegetativen Nervensystems, z.B. Konzentrationsschwäche und Schlafstörungen aus. Wir laden Sie herzlich ein, in das 33° C warme Wasser einzutauchen, sich treiben zu lassen und zu entspannen. Spüren Sie, wie das Baden in der Sole ihrem Körper, Ihrer Seele und Ihrem Geist gut tut.
abends hieß es immer: PROST
Nach der Einstellung der Salzgewinnung im Jahr 1966 und den sinkenden Zahlen an Kinderkuren, auf die der Kurort sich bis dahin konzentriert hatte, stürzte Bad Sassendorf in eine schwere wirtschaftliche Krise. Die Entdeckung des Moors 1969 in den Ortsteilen Ostinghausen/Bettinghausen brachte dem Ort allerdings neuen Aufschwung. Denn durch die daraus resultierende Erweiterung des Therapieangebotes waren auch die Krankenkassen wieder verstärkt daran interessiert, Patienten zur Rehabilitation nach Bad Sassendorf zu schicken.
Physikalische und chemische Untersuchungen bestätigten schnell, die medizinische Wirksamkeit des Woester Moors. Jährlich werden ca. 3.000 Kubikmeter Torf abgebaut, auf einen LKW geladen und zum Diagnose- und Therapiezentrum/Kurmittelhaus gefahren. Im Sockelgeschoss des Kurmittelhauses erfolgt die Aufbereitung des Moors. Nach der Zerkleinerung, Säuberung und dem Mahlen wird dem Torf je nach Verwendung als Moorbad oder als –packung eine unterschiedliche Menge an Wasser beigemischt. Auch die Temperatur, auf die die Masse im Anschluss erhitzt wird, variiert je nach Anwendung. Ein Moorbad sollte zwischen 42° und 43° C warm sein, eine Moorpackung etwa 48° bis 49° C.
Neben den warmen und kalten Moorpackungen und den Moorbädern wird im Diagnose- und Therapiezentrum/Kurmittelhaus auch Moorkneten angeboten. Bei den verschiedenen Therapieformen macht man sich die hohe Wärmehaltungsdauer zunutze. So wirkt das Moor im warmen Zustand durchblutungssteigernd, stoffwechselanregend und schmerzlindernd. Als kühle Masse entzieht es dem Gewebe bei Packungen und beim aktiven Kneten schonend Wärme, um entzündliche Prozesse, z.B. Rheumaschübe zu behandeln.
Und da haben wir Kathy gesehen und mitgenommmen…..








